Roadtrip Teil 2: Ein Tag in Verona

von Julia Beckert

Nach unserem Wellnessaufenthalt im Hotel Rössl ging die Reise weiter nach Bozen. Leider hat es dort so sehr geregnet, dass wir den Besuch der schönen Stadt auf das Ende des Urlaubs verschieben mussten. Während die Regentropfen auf die Windschutzscheibe prasselten und die Scheibenwischer gar nicht mehr hinterherkamen sie wegzuwischen, fuhren wir zu den Klängen von Jack Johnson nach Verona. Wie ich solche Autofahrten liebe! Regen, Musik, Auto fahren. Gemütlicher geht es doch kaum, oder?

Je näher wir Verona kamen, umso besser wurde das Wetter und die Regenmusik wurde prompt durch sonnigen Reggae ausgetauscht. Verona wir kommen!

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Unsere Unterkunft in Verona

Übernachtet haben wir dort in einem günstigen Bed and Breakfast, das sich nur zehn Minuten zu Fuß von der Arena di Verona befand. Wir haben uns dort pudelwohl gefühlt und waren von der netten Besitzerin ganz angetan. Sofort hat sie uns auf einem Stadtplan die schönsten Stellen Veronas markiert und uns mit allem Nötigen versorgt. Einziges Manko: Unser Zimmer lag an einer stark befahrenen Straße, weshalb es dort sehr laut war.

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Auf den Spuren von Romeo und Julia

Verona hat mich geradezu umgehauen! Die alten Häuser geben der Stadt ihr einzigartiges Flair und wären nicht die ganzen Läden gewesen, hätte ich mich gefühlt, als wäre ich ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurückgereist. Was bei einem Tag in Verona natürlich nicht fehlen darf, ist der Besuch des Balkons von Romeo und Julia. Wer denkt, dass es sich dabei um ein romantisches Plätzchen handelt, hat sich aber gewaltig getäuscht. Menschenmassen (!!!) drängen sich durch einen Durchgang, an dessen Wände hunderttausende Besucher ihre Namen hinterlassen haben. Einmal im Innenhof angekommen findet man sich neben hunderten von Touristen wieder, die alle ein Foto auf dem Balkon oder mit der Julia Statue machen möchten. Von Romantik keine Spur! Trotzdem wollten wir die Gelegenheit nutzen, die linke Brust der Julia Statue zu berühren. Das soll nämlich ganz viel Liebe bringen.

Pasta in der Osteria dal Cavaliere

Froh, endlich den Menschenmassen entkommen zu sein, machte sich der Hunger bemerkbar. Wie schwer es war, ein tolles Restaurant zu finden, hätte ich nie gedacht. Lag das an meinen Ansprüchen? Natürlich gibt es an jeder Ecke Italiener, die mit eingeschweißten Plastikkarten „locken“. Von italienischem Flair und Qualität fehlt dort aber leider jede Spur! In einer Seitengasse wurden wir schließlich fündig: Die Osteria dal Cavaliere überzeugte uns durch ein gemütliches Ambiente mit italienischem Flair und einer authentischen Karte zu humanen Preisen. Fast zwei Stunden saßen wir dort und ließen uns eine Flasche Lugana, original italienische Pasta und Tiramisu schmecken. Absolut empfehlenswert und um Welten besser, als alles was wir davor an Restaurants gesehen haben. Da lohnt es sich doch, ein paar Minuten weiter zu suchen! Hier geht’s zum Restaurant!

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Die Opernfestspiele in Verona

Das Highlight in Verona wartete am späten Abend auf uns: Die Opernfestspiele! Ab ca. 20 Euro kann man dort für einen unschlagbar günstigen Preis Weltklasse Künstler sehen und einen perfekten Abend in einmaligem Ambiente erleben. Einmal in der Arena di Verona eine Oper sehen, steht bestimmt bei einigen Opernfans ganz oben auf der Wunschliste.

Wir hatten das große Glück, dass an diesem Tag die Verdi Oper „Aida“ aufgeführt wurde. Die billigen Karten bedeuten freie Platzwahl in den oberen Rängen. Angeblich soll dort der Klang auch am besten sein. Wir konnten uns auf jeden Fall nicht beschweren und genossen den Blick auf die gesamte Kulisse und verfolgten gespannt die dramatische Liebesgeschichte der Aida. Kleiner Tipp: Nehmt euch auf jeden Fall Sitzkissen mit! Die Steinstufen werden nach kurzer Zeit sehr unbequem. Auch Essen solltet ihr vorher, weil in der Arena nichts verkauft wird und sich während vier Stunden Oper schon mal der Bauch bemerkbar machen kann 😉

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In Teil 3 nehme ich euch mit nach Bozen! Ihr dürft schon mal gespannt sein 🙂

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